Herstellung Leinöl
Herstellung Leinöl in der Kanow-Mühle
Wie wird aus kleinen Leinsamen ein hochwertiges Öl? In unserer Ölmühle im Spreewald dreht sich alles um die schonende und traditionsreiche Leinöl-Herstellung. Denn jeder einzelne Schritt – vom Quetschen der Leinsamen bis hin zur Pressung – entscheidet über die Qualität des fertigen Leinöls.
Leinöl-Herstellung: Schritt für Schritt
Die Herstellung von Leinöl in der Kanow Mühle erfolgt nach traditionellem Verfahren, bei dem Qualität, Regionalität und Handwerkskunst im Mittelpunkt stehen. Im Folgenden zeigen wir, wie unser Leinöl mit größter Sorgfalt produziert wird – von der Pflanze bis zum fertigen Produkt.
Schritt 1: Vom Feld in die Mühle
Die Grundlage unseres Leinöls ist die Pflanze Flachs, auch Lein (Linum usitatissimum) genannt. Diese wird zunächst gedroschen: Beim Dreschen fallen die Leinsamen aus den Samenkapseln heraus. Diese Samen sind besonders ölhaltig und bilden die Basis für unser wertvolles Leinöl.
Schritt 2: Leinsamen quetschen
In unserer Ölmühle im Spreewald werden die ausgewählten Leinsamen, die größtenteils direkt aus der Region stammen, zunächst schonend gequetscht. Dies öffnet die Zellwände und erleichtert das Austreten des Öls.
Schritt 3: Erwärmen in der Pfanne
Anschließend werden die gequetschten Leinsamen vorsichtig in einer Pfanne leicht erwärmt. Dieser Schritt ist wichtig, damit das Öl später gut fließen kann. Bei der Erwärmung achten wir darauf, dass die Temperatur von 40°C nicht überschritten wird, sodass wir Rohkostqualität anbieten können.
Schritt 4: Die Müllerprobe
Mit der traditionellen „Müllerprobe“ prüft unser erfahrener Müller, ob das Öl aus den Samen austreten möchte. Dieses handwerkliche Verfahren erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl.
Schritt 5: Befüllen der Pressformen
Zeigt die Müllerprobe, dass der Samen bereit ist, werden die Pressformen sorgfältig mit den vorbereiteten Leinsamen befüllt.
Schritt 6: Kaltpressung im hydraulischen Pressverfahren
In der Kanow Mühle wird bis heute mit einem selten gewordenen, hydraulischen Pressverfahren gearbeitet – ganz ohne automatisierte Anlagen. Dabei wird das Leinöl kaltgepresst, das heißt unter niedrigen Temperaturen (unter 40 °C), sodass alle wertvollen Inhaltsstoffe wie z.B. Omega-3-Fettsäuren vollständig erhalten bleiben.
Gut zu wissen: Im Gegensatz dazu wird bei der Warmpressung der Leinsamen vor oder während des Pressvorgangs, meist über 70 °C erhitzt. Dadurch lässt sich das Öl schneller und in größeren Mengen gewinnen. Allerdings gehen durch die Hitze viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren – die Qualität des Öls leidet, der Geschmack ändert sich und oft werden Warmpressungen zudem chemisch raffiniert.
Schritt 7: Ölgewinnung und Pressrückstand
Unter einem Druck von etwa 300 bar wird das Öl langsam und schonend aus den Samen gepresst und fließt in eine bereitgestellte Kanne. Dieser Prozess dauert seine Zeit, damit die Qualität optimal bleibt. Nach dem Pressen bleibt der sogenannte „Ölkuchen“ zurück. Dieser Pressrückstand wird in der Mühle mit einem Kuchenbrecher zerkleinert, abgefüllt und z.B. als Zusatz zum Tierfutter weiterverarbeitet. Aber auch für den Verzehr in der Humanernährung ist er ein wertvolles Beiprodukt – etwa als Mehl beim Brotbacken oder als Beigabe im Müsli.
Schritt 8: Filtration und Abfüllung von Hand
Unser Leinöl wird lediglich über ein Sieb geführt, der grobe Leinsamenteilchen entfernt. Das Öl behält seine natürliche Trübung, die sich nach einer Ruhephase am Boden absetzt. Auch die Abfüllung und Verpackung wird in der Kanow Mühle noch von Hand erledigt – keine Maschinen, sondern echte Menschen sorgen für frische Produkte.
Wir legen großen Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit: Unsere Leinsamen stammen überwiegend aus der unmittelbaren Nachbarschaft – das zeigt auch das rote Spreewaldlogo, welches unsere Produkte auszeichnet.

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Darauf kommt es bei der Herstellung von Leinöl an
Die Leinöl-Herstellung ist eine Kunst, die höchste Sorgfalt, Erfahrung und Wissen erfordert. Darauf legen wir in der Kanow Mühle besonderen Wert:
Frische
Frische ist entscheidend für ein hochwertiges Leinöl: Durch unsere Pressung an fünf Tagen pro Woche stellen wir sicher, dass unsere Kundinnen und Kunden stets besonders frisches Leinöl erhalten.
Um unser Frischeversprechen einzuhalten, geben wir bewusst eine Haltbarkeit von drei Monaten an. Nach dem Öffnen sollte das Öl kühl und lichtgeschützt gelagert werden – alternativ kann es auch eingefroren werden.
Inhaltsstoffe
Unser Leinöl enthält reichhaltige Inhaltsstoffe wie Alpha-Linolensäure (Omega-3), Linolsäure (Omega-6), Lecithin, Eiweiß sowie wichtige Vitamine. Durch unsere traditionelle Kaltpressung ohne Zusatzstoffe werden diese wertvollen Bestandteile erhalten. Zudem sorgt der natürliche Schleim, der sich beim Kontakt der Samenschale mit Feuchtigkeit bildet, für eine besondere Bekömmlichkeit.
Entfernung von Schwebstoffen
Hochwertiges kaltgepresstes Leinöl wird hergestellt, indem der Leinsamen zunächst schonend gepresst wird. Auf eine Filtration verzichten wir bewusst, da die enthaltenen Schweb- und Trübstoffe wichtige Nähr- und Inhaltsstoffe liefern. Lediglich größere Samenteile werden ausgesiebt. So bleibt das Leinöl naturbelassen und reich an wertvollen Bestandteilen.
Licht
Licht ist ein weiterer Faktor, der die Haltbarkeit und die Inhaltsstoffe negativ beeinflussen kann. Deshalb füllen wir unser Leinöl ausschließlich in dunkle Glasflaschen ab, die es optimal vor Licht schützen.
Farbe und Geruch
Bei der Herstellung unseres Leinöls legen wir großen Wert darauf, dass sowohl Farbe als auch Geruch dem naturbelassenen Charakter des Öls entsprechen. Die Farbe reicht von goldgelb bis leicht trüb und ist ein Zeichen seiner natürlichen Qualität. Frisches Leinöl riecht mild-nussig und sollte niemals ranzig oder bitter wirken.
Was passiert nach der Leinöl-Herstellung? Verwendung & Wirkung im Überblick
Nach der Herstellung des Leinöls beginnt der spannende Teil: Wie kann man dieses wertvolle Öl nutzen? Wir zeigen, welche Wirkung es hat, wie man es in der Küche optimal einsetzen kann und wie es richtig gelagert wird.
Leinöl Wirkung
Die Wirkung von Leinöl ist vielseitig und macht es zu einem echten Allrounder in der gesunden Ernährung. Besonders hervorzuheben ist sein hoher Gehalt anAlpha-Linolensäure (ALA), einer wertvollen Omega-3-Fettsäure, die für positive Eigenschaften wie die Unterstützung einer ausgewogenen Ernährung und die Förderung des allgemeinen Wohlbefindens bekannt ist.

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Verwendung in der Küche
Leinöl überzeugt durch seinen mild-nussigen Geschmack und ist eine Bereicherung für kalte Speisen wie Salate, Dips oder Quark. Es kann auch beim Backen verwendet werden, zum Beispiel für Brote, Kekse oder Müsliriegel.
Aufgrund seiner empfindlichen ungesättigten Fettsäuren eignet es sich jedoch nicht zum Braten: Hohe Temperaturen können die gesunden Inhaltsstoffe zerstören und es können ungesunde Transfettsäuren entstehen.

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Tipps bei der Lagerung
Nach der Herstellung des Leinöls wird es in dunkle Glasflaschen abgefüllt, da es licht- und hitzeempfindlich ist. Zuhause sollte es kühl und dunkel gelagert werden – am besten im Kühlschrank. Nach dem Öffnen empfiehlt es sich, das Öl innerhalb von circa vier Wochen zu verbrauchen. Zudem kann es auch eingefroren werden, um die Haltbarkeit zu verlängern.
Kann man Leinöl selbst herstellen?
Theoretisch kann man Leinöl auch zu Hause herstellen – etwa mit einer kleinen Handpresse, oder Küchenpresse. Doch die Qualität, Reinheit und Frische sind dabei nur schwer zu erreichen.
In der Kanow Mühle fließen jahrzehntelange Erfahrung und Handwerkskunst bei der Leinöl-Herstellung ein. Wer ein naturbelassenes Leinöl aus der Region sucht, kann es bei uns entweder im Online-Shop oder vor Ort z.B. im Hofladen erwerben.
Häufige Fragen zur Leinöl-Herstellung
Wie wird Leinöl produziert?
Leinöl wird traditionell durch Pressung von Leinsamen gewonnen. In der Kanow Mühle setzen wir auf eine schonende Kaltpressung unter 40 °C, um wertvolle Inhaltsstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe zu erhalten.
Wie stellt man Leinöl her?
Zur Herstellung von Leinöl werden die Leinsamen zunächst gereinigt, dann schonend zerkleinert und leicht erwärmt. Anschließend wird das Öl unter hohem Druck herausgepresst – bei uns geschieht dies im traditionellen hydraulischen Pressverfahren.
Wie mache ich Leinöl?
Leinöl lässt sich theoretisch auch zu Hause mit einer kleinen Hand- oder Küchenpresse gewinnen. Allerdings sind Qualität, Geschmack und Haltbarkeit bei professionell hergestelltem Leinöl wie dem aus der Kanow Mühle meist deutlich besser.
Ist Leinöl genauso gesund wie Leinsamen?
Leinöl und Leinsamen haben beide gesundheitliche Vorteile. Leinöl punktet mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, während Leinsamen zusätzlich Ballaststoffe liefern.

Hofladen & Spreewald Versand
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